Schweizer Steuerpolitik: Treiber der Ungleichheit

Das reichste Prozent der Schweiz besitzt 45 Prozent der gesamten Privatvermögen. Vor gut 30 Jahren waren es erst 32 Prozent. Die Steuerpolitik hat diese Ungleichheit befeuert.

Das reichste Prozent der Schweiz besitzt 45 Prozent der gesamten Privatvermögen. Vor gut 30 Jahren waren es erst 32 Prozent. Die Steuerpolitik hat diese Ungleichheit befeuert.

In der Schweiz hat das Wirtschaftswachstum in den ersten Nachkriegsjahrzehnten dazu geführt, dass die meisten Bevölkerungsschichten von unmittelbarer Armut befreit wurden. Die Ungleichheit in der Gesellschaft hat sich aber dadurch nicht verringert, sondern konserviert oder sogar akzentuiert

370 reiche und superreiche Personen warnten am WEF in Davos davor, dass „das Phänomen des konzentrierten und extremen Reichtums“ der Welt schadet.

Reiche Unternehmerfamilien zahlen in der Schweiz immer weniger Steuern und Abgaben. Das ist ungerecht und verfassungswidrig.

Die Stundenlöhne sind seit 1991 nur um 13 Prozent gestiegen, die Produktivität aber um 46 Prozent. Wo ist das Geld hin?

Die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen zwischen den Geschlechtern ist in der Schweiz nach wie vor riesig. Das zeigt u.a. auch der Denknetz-Gleichheitsmonitor.

Die Schweiz hat bei der Abdeckung durch Gesamtarbeitsverträge immer noch Nachholbedarf. Ein wichtiger Punkt bei den Verhandlungen mit der EU.

Die Nationalbank macht einen Verlust von 3,2 Milliarden, weil die Banken von 8,5 Milliarden Zinsen profitieren. Bund und Kantone gehen leer aus…

Im Abstimmungskampf um die 13. AHV-Rente wurden viele Unwahrheiten verbreitet. Leider auch durch ehemalige Bundesräte.

Die Übergänge von rechtspopulistischer Politik zu ultrarechten Kreisen sind zunehmend fliessend. Das gilt für Deutschland wie auch für die Schweiz.